Warum viele Unternehmen ihre Website selbst erstellen wollen
Ich arbeite seit vielen Jahren mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Selbständigen im DACH-Raum. Warum viele selbst ihre Website erstellen möchten, statt sie professionell erstellen zu lassen, hat meist ähnliche Gründe.
1. Die Website wird als Kostenpunkt gesehen đź’¸
Eine professionelle Website wirkt auf den ersten Blick wie eine große Investition. Gleichzeitig ist vielen nicht klar, wie viel Strategie, Planung, Content-Arbeit und technisches Know-how tatsächlich dahintersteckt. Oft wird der Aufwand massiv unterschätzt.
Was dabei übersehen wird: Laut Network Solutions berichten über 70 % der KMU von gestiegenen Umsätzen, nachdem sie eine professionelle Website gelauncht haben. Die Frage ist also nicht nur, was eine Website kostet – sondern was sie dir bringt.
2. Der Glaube an Tools und KI 🤖
Baukästen und KI-Tools vermitteln das Gefühl, dass Websites heute schnell und einfach entstehen. Und ja – für eine einfache digitale Visitenkarte kann das reichen.
Was aber dabei systematisch fehlt: ein klares Verständnis davon, wen die Website eigentlich ansprechen soll, was diese Person braucht, um zu vertrauen, und welcher nächste Schritt sie zur Anfrage führt.
Ein Tool baut dir eine Seite. Eine Strategie baut dir ein Vertriebsinstrument. Das ist ein fundamentaler Unterschied – und er wird oft erst dann sichtbar, wenn die Website online ist und trotzdem nichts passiert.
3. Schlechte Erfahrungen mit früheren Anbieter:innen 📉
Viele Unternehmen haben bereits Geld investiert und trotzdem kaum Anfragen ĂĽber ihre Website erhalten. Das ist kein Einzelfall.
Das Problem war meistens nicht der Einsatz, sondern dass Website-Erstellung und Marketing-Strategie als zwei getrennte Dinge behandelt wurden. Eine schöne Website ohne durchdachte Nutzerführung, ohne klare Botschaft und ohne Conversion-Struktur bringt schlicht keine Anfragen – egal wie viel sie gekostet hat.
Das Vertrauen in externe Unterstützung ist dadurch verständlicherweise gering. Trotzdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Woran hat es damals wirklich gelegen?
4. Die Website als digitale Visitenkarte 🪪
Ein Klassiker: „Bis jetzt hat es auch ohne Website oder mit der alten funktioniert.„
Oft läuft das Geschäft über Weiterempfehlungen – und das ist wertvoll. Aber Empfehlungen sind nicht planbar. Sie kommen und gehen. Eine Website hingegen arbeitet 24/7 für dich, unabhängig davon, ob gerade jemand über dich spricht oder nicht.
Und das Potenzial, das ohne sie liegenbleibt, ist größer als viele denken: Laut einer Erhebung von Network Solutions gab fast jeder dritte Konsument an, bei einem Unternehmen nicht gekauft zu haben, weil es keine Website hatte.
Wo selbst erstellte Websites wirklich scheitern
Selbst erstellte Websites scheitern meist auf zwei Ebenen: technisch und strategisch.
1. Technische Grundlagen fehlen ⚙️
Ohne entsprechendes Know-how bleiben wichtige Basics auf der Strecke – und das hat direkte Auswirkungen auf dein Geschäft.
Ladezeit ist dabei einer der unterschätztesten Faktoren. Laut Electroiq haben Seiten, die in 1–2 Sekunden laden, eine Absprungrate von 9 %. Bei 5 Sekunden Ladezeit steigt sie auf 38 %. Wer selbst baut, landet mit seiner Website häufig in diesem gefährlichen Mittelfeld – oft ohne es zu merken.
Mindestens genauso kritisch ist die mobile Nutzererfahrung. Selbst erstellte Websites werden meist am Desktop gebaut und getestet. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist das Erlebnis auf dem Smartphone: unlesbare Schriften, Buttons die man kaum treffen kann, Inhalte die durcheinanderrutschen, Formulare die sich kaum ausfĂĽllen lassen.
Laut Google verlassen 53 % der mobilen Besucher eine Seite, wenn sie nicht sofort funktioniert. Und wer einmal frustriert wegklickt, kommt selten zurĂĽck.
Die Website ist also zwar online – aber für Suchmaschinen und Nutzer:innen oft schwer verständlich oder schlecht nutzbar.

2. Marketing-Strategie und Conversion werden unterschätzt đź§
2.1. Fehlende Positionierung und NutzerfĂĽhrung
Mindestens genauso häufig fehlt die strategische Ebene. Es gibt keine klare Positionierung, keine durchdachte Nutzerführung und keine logische Conversion-Struktur. Besucher:innen verstehen zwar, was angeboten wird, aber nicht, warum sie hier richtig sind oder was der nächste Schritt sein soll.
Ein konkretes Beispiel aus meiner eigenen Arbeit: Ein B2B-Unternehmen, mit dem ich zusammengearbeitet habe, generiert heute ~4,5 qualifizierte Anfragen pro Woche über seine Website – bei einem Branchendurchschnitt von 1–2.
Der Unterschied? Keine Zauberei. Sondern eine klare Positionierung, Content der auf die Zielgruppe abgestimmt ist, und Lead-Magneten, die echten Mehrwert bieten und Besucher:innen einen konkreten Grund geben, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen.
2.2. Inhalte ohne Ziel
Inhalte werden planlos erstellt, oft mit Fokus auf Selbstdarstellung statt auf die tatsächlichen Bedürfnisse der User:innen. Texte erklären zu wenig, sagen zu viel oder bleiben inhaltsleer.
Call-to-Actions fehlen komplett oder sind so unklar, dass Besucher:innen nicht wissen, was sie als Nächstes tun sollen. Laut Marketing LTB haben rund 70 % der kleinen Unternehmen keinen funktionierenden Call-to-Action auf ihrer Homepage.
2.3. Stillstand statt Weiterentwicklung
Dazu kommt, dass Themen wie Datenschutz, Barrierefreiheit und laufende Weiterentwicklung oft ausgeblendet werden. Die Website wird einmal erstellt und danach nicht mehr aktiv genutzt – obwohl sie mit dem Unternehmen wachsen sollte.
Was eine schwache Website dich wirklich kostet
Der Preis einer selbst erstellten Website steht schnell fest. Was dabei oft nicht mitgerechnet wird: die Kosten, die jeden Monat still entstehen.
Eine Website, die zu langsam lädt, verliert Besucher:innen noch bevor sie gelesen haben, was du anbietest. Eine Website ohne klare Positionierung erzeugt vielleicht Interesse, aber keine Anfragen. Und eine Website ohne Strategie braucht irgendwann einen kompletten Neustart. Und der kostet dann oft mehr als ein professioneller Aufbau von Anfang an gekostet hätte.
Was dabei noch völlig außer Acht gelassen wird: der Zeitaufwand. Wer selbst baut, investiert Stunden in Layouts, technische Probleme und Content – Zeit, die direkt im eigentlichen Geschäft fehlt. Aus eigener Erfahrung mit Kund:innen weiß ich: Manche Unternehmen arbeiten über ein Jahr an ihrer Website – oder lassen sie irgendwann komplett links liegen. Das Ergebnis? Die Website bleibt halbfertig online, macht keinen guten ersten Eindruck und kostet trotzdem jeden Monat Geld.
Der eigentliche Preis ist nicht das Baukasten-Abo. Es sind die Anfragen, die nicht kommen. Die Kund:innen, die zur Konkurrenz gehen. Und die Zeit, die du investierst – statt in dein eigentliches Geschäft.
FĂĽr wen eine selbst erstellte Website trotzdem okay ist
Es gibt Situationen, in denen es absolut Sinn macht, die Website selbst zu erstellen.
Zum Beispiel für große Unternehmen mit internen Marketing- und Design-Ressourcen. Oder für design- und technikaffine Solo-Selbständige, die bewusst nur eine einfache Online-Visitenkarte brauchen.
In diesen Fällen sind anfängliche Fehler eher tolerierbar und der Druck geringer.
Ab wann solltest du deine Website professionell erstellen lassen?
Ganz ehrlich: Sobald deine Website mehr leisten soll als nur online zu sein, reicht „selbst gemacht“ meistens nicht mehr.
Du solltest deine Website professionell erstellen lassen, wenn du:
- online aktiv oder passiv Leads generieren willst
- Produkte oder Dienstleistungen online verkaufen möchtest
- nicht nur sichtbar, sondern relevant sein willst
- dein Unternehmen klar positionieren und weiterentwickeln möchtest
Ab diesem Punkt wird deine Website zu einem aktiven Teil deines Marketings und Vertriebs. Und genau dann entscheidet sie darĂĽber, ob aus Besucher:innen Kund:innen werden oder nicht.

Was eine professionelle Website wirklich ausmacht
Eine professionelle Website ist nicht einfach schöner oder größer. Sie ist klar positioniert, strategisch aufgebaut und auf Conversion ausgerichtet.
Sie verbindet Inhalte mit Substanz, durchdachtes Design, technische Sauberkeit und Sichtbarkeit fĂĽr Google und KI-Systeme. Und sie funktioniert fĂĽr echte Menschen.
Genau hier setze ich an. Ich verbinde Marketing-Strategie, Webdesign, Content, SEO und Lead-Generierung zu einem ganzheitlichen Website-Komplettpaket und begleite meine Kund:innen langfristig. Hier erfährst du, wie das konkret aussieht.
Fazit: Die falsche Entscheidung kostet mehr als Geld
Die entscheidende Frage ist nicht, ob du dir eine Website selbst bauen kannst. Sondern, was deine Website fĂĽr dein Unternehmen leisten soll.
Wenn sie nur existieren soll, reicht oft ein Baukasten oder KI. Wenn sie Vertrauen aufbauen, Anfragen bringen und Wachstum ermöglichen soll, braucht sie Struktur, Know-how und eine klare Strategie.
Wenn du merkst, dass deine Website aktuell eher bremst als unterstĂĽtzt, liegt das selten an dir. Meist fehlt nicht Einsatz, sondern ein sauberer strategischer Rahmen.
Und genau dabei unterstütze ich dich gerne ✨
Wenn du dir unsicher bist, ob deine Website aktuell wirklich für dich arbeitet, lass uns gemeinsam draufschauen – in einem kostenlosen Erstgespräch.